DIE KREATIVEN HERZLICH WILLKOMMEN

AUSBILDUNG ERZIEHER*IN

PLUS+ SCHWERPUNKT KULTURPÄDAGOGIK

Am Berufskolleg in Stolberg wurde im Rahmen der Ausbildung zur/zum "Staatlich anerkannten Erzieher/in" eine Profilklasse mit dem Schwerpunkt Kulturpädagogik ermöglicht.

Kulturelle Bildung trägt in besonderer Weise dazu bei, dass Kinder und Jugendliche ihre Potentiale ganzheitlich entwickeln können.

In der Profilklasse Kulturpädagogik erproben und erfahren die Studierenden, wie sie Kinder und Jugendliche an Kultur teilhaben lassen können. So werden innerhalb der Erzieherausbildung Aspekte der kulturellen Bildung systematisch vertieft. Ergänzend zum schulischen Unterricht finden Workshops mit externen Kulturpartnern in den Bereichen Kunst und Theater, Musik und Tanz, Fotografie und Film statt. Dabei besteht die Möglichkeit, zusätzlich das Zertifikat "Kulturelle Bildung" zu erwerben.

(Hinweis: Das zusätzliche Zertifikat „Kulturelle Bildung“ kann zur Zeit nur in den Ausbildungsjahrgängen mit Schuljahresbeginn 2020/21 und 2021/22 erworben werden.)

Alle weiteren Informationen zur Ausbildung erfahren Sie oben unter dem Link "Ausbildung Erzieher*in".


AKTUELLES

DIE KREATIVEN INFORMATIONS- UND BERATUNGSANGEBOTE

 Sie können sich gerne von uns telefonisch oder persönlich vor Ort in unserem Berufskolleg beraten lassen. Stellen Sie dazu eine Anfrage oben unter dem Link "Beratung und Kontakt". Wir melden uns dann bei Ihnen zurück. 

DIE KREATIVEN WDR-LOKALZEIT: PÄDAGOGIK UND KULTUR IM BERUFSKOLLEG

DIE KREATIVEN ZEITUNGSBERICHT: PÄDAGOGIK UND KULTUR IM BERUFSKOLLEG

Quelle: Stolberger Zeitung/ Stolberger Nachrichten, 2.12.2021

Pädagogik und Kultur im Berufskolleg 

Profilklasse soll angehende Erziehende zu Multiplikatoren für Theater und Co. machen. Das Ziel: Kinder an Kultur teilhaben lassen. 

Von Dirk Müller

Fithe: "Löwe und Maus"
Fithe: "Löwe und Maus"

STOLBERG Das Stück des Figurentheaters „Fithe“ kommt bestens beim Publikum an, obwohl gar keine Kinder im Publikum sind. Das Kinderhaus Bergstraße konnte wegen der pandemischen Situation der Einladung nicht folgen, doch gebannte Zuschauer gibt es trotzdem. Es sind Studierende des Berufskollegs Stolberg/Simmerath. Nach der Aufführung des Stücks „Löwe und Maus“ vermitteln Heinrich Heimlich und Olga Blank vom Figurentheater „Fithe“ die theoretischen Hintergründe der praktischen Inszenierung. 

Sie geben Erklärungen, und die Studierenden stellen Fragen, zwischendurch wird immer wieder auch gelacht, und die Aufmerksamkeit und das Interesse sind spürbar groß. Mögliche Reaktionen der Kinder, an die sich das Stück normalerweise richtet, stehen im Fokus. Die Theater-Macher beschreiben, wie mit interaktiven Elementen wie Sprache und Bewegungen der Kinder die Konzentration über einen längeren Zeitraum unterhaltsam gefördert wird. „Im Rahmen der Ausbildung zu staatlich anerkannten Erziehern und Erzieherinnen haben wir eine neue Profilklasse mit dem Schwerpunkt Kulturpädagogik eingeführt“, beschreibt Ingrid Wagner, Leiterin des Berufskollegs Stolberg. 

„Für ihre erworbenen Kompetenzen können die Studierenden ein zusätzliches Zertifikat Kulturpädagogik erwerben, das sie in besonderer Weise qualifiziert.“ 

Brigitte Köhr, Koordinatorin des Berufskollegs 

Olga Blank in "Löwe und Maus"
Olga Blank in "Löwe und Maus"

In der neuen Profilklasse Kulturpädagogik würden die Studierenden erfahren und erproben, wie sie Kinder und Jugendliche an Kultur teilhaben lassen können. „So werden innerhalb der Erzieherausbildung Aspekte der kulturellen Bildung systematisch vermittelt und vertieft. Für ihre erworbenen Kompetenzen können die Studierenden ein zusätzliches Zertifikat Kulturpädagogik erwerben, das sie in besonderer Weise qualifiziert“, erklärt Brigitte Köhr, Koordinatorin der Fachschule für Sozialpädagogik. Eine wichtige Rolle spiele dabei der außerschulische Partner, Regisseur Martin Goltsch von „Theaterausbruch“ Aachen. 

„Den Studierenden der Profilklasse bieten wir zusätzlich zum schulischen Unterricht Workshops und Veranstaltungen mit externen Kulturpartnern in Bereichen wie bildende Kunst, Musik und Tanz, Fotografie, Film und Theater an“, erläutert Goltsch. Dadurch würden den Studierenden vielfältige Erfahrungen an verschiedenen Lernorten der kulturellen Bildung ermöglicht. „Sie erleben durch eigene aktive Betätigung Kreativität und Kultur und gehen anschließend mit vielen Ideen und Anregungen in die Praxis“, sagt Martin Goltsch. 

Netzwerk von Kulturschaffenden 

„Ziel ist es, dass die Erzieherinnen und Erzieher im Beruf als Multiplikatoren agieren. Sie können selbst kulturell tätig werden und auch auf ein Netzwerk von Kulturschaffenden zurückgreifen, das sie in der Profilklasse kennengelernt haben. Wir sind sehr froh, dass das Bildungsbüro der Städteregion Aachen dies unterstützt“, führt Brigitte Köhr aus. 

Kulturelle Elemente verstehe das Berufskolleg weniger als unterhaltsame Abwechslung, sondern vielmehr als integralen Bestandteil der pädagogischen Arbeit, betont Ingrid Wagner: „Mit kulturpädagogischen Ansätzen kann man mit Kindern kommunizieren, man kann ihnen Inhalte, Emotionen und Verhaltensweisen vermitteln, sie sich selbst ausleben und ausdrücken lassen und ihre Aufmerksamkeit fördern.“  

Heinrich Heimlich und Olga Blank von "Fithe" diskutieren mit den angehenden Erzieher*innen über die Aufführung
Heinrich Heimlich und Olga Blank von "Fithe" diskutieren mit den angehenden Erzieher*innen über die Aufführung

Kultur habe in der Pädagogik erhebliche Mehrwerte. „Zudem kann eine frühe Bindung zu kulturellen Angeboten entstehen, was sehr gut ist, denn auch im Erwachsenenleben steht Kultur für Lebensqualität und Identität.“ 

Die neue Profilklasse mit 23 Teilnehmern wird im Berufskolleg sehr gut angenommen, wie Studierende bekräftigen: „Ich bin selbst kulturell interessiert, und es ist mir wichtig, auch Kindern Kultur näherzubringen. Daher habe ich mich für die Profilklasse entschieden“, sagt zum Beispiel Daniela Asholt. Chiara Borelli ist Musikfan und singt gerne. „Deswegen habe ich mir angeschaut, was die Profilklasse Kulturpädagogik überhaupt genau ist. Heute weiß ich, es ist absolut das Richtige für mich“, meint Borelli. 

Sarah Gerber hat schon im Schulorchester Querflöte gespielt und erklärt: „Es ist das Kreative, was mich selbst an Kultur fasziniert. Und Kinder können durch Kultur in ihrer geistigen wie emotionalen Entwicklung enorm viel gewinnen.“ 


 

DIE KREATIVEN PROJEKT: DER MENSCH HINTER DER MASKE

BERICHT:

Kulturpädagogen suchen den Menschen hinter der Maske

Lockdown und Hygieneschutzmaßnahmen verlangen das Tragen von Mund- und Nasenschutz in Alltag und Öffentlichkeit. Manchmal erleben wir Menschen in Beruf und Schule nur mit Maske. Dies erschwert nicht nur unsere Kommunikation, sondern provoziert auch die Frage, welcher Mensch hinter der Maske steckt. Die Erzieherinnen und Erzieher aus dem Berufskolleg Stolberg haben sich mit dem Differenzierungskurs Kulturpädagogik auf die Suche gemacht.

Auch wenn die Entwicklung eines Impfstoffes inzwischen ein Licht am Horizont aufscheinen lässt, müssen unsere Gesichter wohl noch pandemiebedingt eine Zeit lang hinter dem Mund- und Nasenschutz verborgen bleiben. Und oft fragen wir uns, was für ein Mensch steckt dahinter? Die Erzieherinnen und Erzieher des Differenzierungskurses Kulturpädagogik vermissen die Gesichter und ihre Geschichten, die sie erzählen. In einer Kunst- und Ausstellungsaktion haben sie sich damit beschäftigt, welche Ängste und Sorgen, aber auch Hoffnungen die Menschen hinter den Masken haben. So wurden für das neue Jahr Schwarzweißportraits von Schülern und Lehrern im Berufskolleg Stolberg erstellt und die Beteiligten aufgefordert, ihre Gedanken oder Wünsche auf die Maske zu schreiben und öffentlich zu machen.


Zu den weiteren Bildern:

www.kulturpaedagogik.com

 

DIE KREATIVEN NEUE PERSPEKTIVEN IN DER ERZIEHERISCHEN AUSBILDUNG GEWINNEN

Workshop "Fotografie und Schwarzlicht"; Referent: Golo Vincent Köhr, Medienkunst
Workshop "Fotografie und Schwarzlicht"; Referent: Golo Vincent Köhr, Medienkunst